Mit der Praxis verbunden

Der Bezug zur Praxis ist mir wichtig. Denn so können neue Erkenntnisse aus der Bundespolitik direkt in die Praxis umgesetzt werden, aber auch Impulse aus der Praxis für die Bundespolitik aufgenommen werden. 

Beratung von Regionen und Gemeinden

Im Tessin leite ich derzeit zusammen mit der Entwicklungsregion Bellinzonese e Valli und der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit ein sogenanntes «Modellvorhaben der Raumentwicklung». Die Idee dahinter: bestehende Zweitwohnungen, die kaum genutzt werden («kalte Betten»), besser vermarkten und zusammen mit den Hotels zu einer Betriebsgesellschaft zusammenschliessen. 

Ein anderes Projekt ist der Bus alpin, welchen ich als Präsident führen darf. Mit dem Bus alpin wird bildlich gesprochen die letzte Meile im öffentlichen Regionalverkehr geschlossen. Jedes Jahr kommen neue Regionen dazu, aktuell sind es 14 Regionen, darunter das Binntal und die Moosalp. 

Strategieprozesse durchführen

Wohin geht die Reise? Wie können wir uns darauf vorbereiten? Dies in Strategieprozessen herauszufinden, ist spannend. So durfte ich beispielsweise für das UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch das Pflichtenheft für den Managementplan entwickeln und zusammen mit der Bevölkerung und weiteren Akteuren einen Massnahmenplan ausarbeiten. Im Binntal konnte ich zusammen mit den wichtigsten Akteuren einen Aktionsplan für den Tourismus entwickeln. Für die Region Toggenburg durfte ich im Jahr 2014 einen Strategieprozess zur Neupositionierung der Region leiten.

Leitung internationaler Projekte

Projekte auf der internationalen Ebene erlauben es, neue Ideen aus dem Ausland aufzugreifen, aber auch eigene Ideen für andere Länder zugänglich zu machen. Im Alpenraum durfte ich die beiden Projekte PUSEMOR und ACCESS leiten, welche sich beide mit Fragen der Grundversorgung auseinandersetzten. Ein neues Projekt in diesem Themenbereich ist im Dezember 2015 gestartet (Intesi). In Rumänien sind wir derzeit engagiert in je einem Projekt zur Stärkung der Forst- und der Berglandwirtschaft. 

Organisation und Moderation von Tagungen

Pro Jahr organisieren wir im Durchschnitt drei bis vier Tagungen. Diese bieten eine ideale Gelegenheit, ein Thema besser bekannt zu machen und mit einem grösseren Publikum zu diskutieren. Zudem trete ich oft an Veranstaltungen anderer Organisationen als Referent auf oder übernehme auch die Moderation dieser Veranstaltungen so wie an der internationalen Schlusskonferenz des Projektes C3Alps in Wien letztes Jahr. 

Grundlagenarbeiten

Grundlagenarbeiten sind wichtig, damit ein Thema bekannt gemacht werden kann. Deshalb verfassen wir beispielsweise alle zwei Jahre eine Übersicht über die Entwicklung der Berggebiete. Dazu kommen Grundlagenarbeiten zu je verschiedenen Themen sowie Positionspapiere und 20 bis 30 Stellungnahmen zu jeweils aktuellen Vorlagen der Bundespolitik. Die Studie über den Brain Drain aus dem Jahr 2003 wird immer noch an vielen Orten als Referenzgrundlage zitiert und hat weitere Forschungsarbeiten ausgelöst.